Das Tagebuch meiner Reise

Willkommen in meinem Blog, wo ich meine Erfahrungen und Entdeckungen auf den Philippinen mit Ihnen teile. Begleitet mich auf dieser Reise, während ich Euch Land und Leute näher bringe und Euch Einblicke in mein neues Leben gebe. Ich freue mich, dass Ihr hier seit, um Teil meiner Geschichte zu sein.

Dieser Blog ist für meine Familie, Freunde und ehemaligen Kollegen gedacht, die einen Einblick in mein Leben auf den Philippinen erhalten möchten. Ich werde über das Leben hier, meine Reiseberichte und interessante Fakten über Land und Leute schreiben. Ich hoffe, Ihr  genießt die Reise!

Zwischen Aufbruchstimmung und Inselrhythmus

Gilching, Geisenbrunn, 27. Dezember 2025, 06:49 Uhr. Das leise Klicken der Wohnungstür hinter uns markiert das Ende der Vorbereitungen und den Beginn unseres philippinischen Abenteuers. Die eigentliche Vorgeschichte dieser Reise ist lang und komplex – sie verdient jedoch ein eigenes Kapitel.
Um 08:30 Uhr am Flughafen München drohte die erste Hürde:  Mein Koffer hatte zwölf Kilo Übergepäck und sorgten für einen Moment des Entsetzens. Doch dank der Kulanz und Geistesgegenwart des Personals von Cathay Pacific, die uns kurzerhand mit einer Versandbox aushalfen, konnten wir den Check-in doch noch erfolgreich abschließen. Vielen Dank nochmals an das Team.


Parallel zum Reiseverlauf hielt mich  seit einigen Tagen die "Bürokratie" des Fahrzeugkaufs mit dem Autohaus in Manila in Atem. Mein ehrgeiziger Plan: Bezahlen, einsteigen und sofort losfahren. Die digitale Infrastruktur forderte jedoch Geduld. Während klassische Überweisungen mehrere Tagen dauern, via Wise (ehemals TransferWise) jedoch nur ein bis zwei Werktage beanspruchen, wäre ein geplanter Aufenthalt von mehreren Tagen notwendig. Ich entdeckte eine Lücke im System: Beträge bis zu 50.000 Pesos landen in Sekundenschnelle auf dem Zielkonto. Ein Experiment für den nächsten Tag, das auch gelang. 
Tatsächlich hielten wir am Montagmorgen die Schlüssel in den Händen: Ich bin nun stolzer Besitzer eines Toyota Hilux Pickups. Ein robuster Begleiter, der sich bereits auf den ersten Kilometern auf der Fahrt nach Bayombong bewährte.


Dienstag, 30.12.2029, 04:00 Uhr morgens. Wir verließen Manila noch in der Dunkelheit, um der von dem Fahrzeughändler prophezeiten Reisewelle der Feiertage zu entkommen. Doch selbst um fünf Uhr morgens war der Highway bereits in ein Lichtermeer aus Fahrzeugen getaucht – die Filipinos zieht es zu Weihnachten unaufhaltsam in ihre Heimatprovinzen. Da die Taifune der letzten Wochen die Stammstrecke hinter Tarlac unpassierbar gemacht hatten, mussten wir auf eine Alternativroute über Cabanuatan ausweichen. Die Fahrt war eine kräftezehrende Berg- und Talfahrt,  doch die visuelle Belohnung war unvergleichlich: Als die Sonne den Morgennebel durchbrach, sahen wir schemenhaft die Bauern mit ihren Wasserbüffeln bei der Reisernte. Ein Anblick von zeitloser Schönheit, der jede Anstrengung vergessen ließ.


Die Seele der Philippinen: Karaoke.
Man kann das Land nicht verstehen, ohne seine Liebe zur Musik zu begreifen. Bereits beim ersten Besuch der Verwandtschaft meiner Frau dauerte es keine fünf Minuten, bis ihr Cousin das Karaoke-Gerät aktivierte. Plötzlich füllte sich das Zimmer mit Familienmitgliedern, und gemeinsam sangen wir uns durch das Repertoire. Es war ein bewegender Beweis dafür, dass Musik jede kulturelle Grenze mühelos überwindet. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Leidenschaft auch an Silvester: Schon am frühen Morgen werden die Lautsprecher auf die Terrassen und Balkone gerollt. Ein fröhlicher Wettstreit der Stimmen beginnt, der die gesamte Region  in eine kollektive Feierlaune versetzt.