Das Tagebuch meiner Reise

Willkommen in meinem Blog, wo ich meine Erfahrungen und Entdeckungen auf den Philippinen mit Euch teile. Begleitet mich auf dieser Reise, während ich Euch Land und Leute näher bringe und Euch Einblicke in mein neues Leben gebe. Ich freue mich, dass Ihr hier seit, um Teil meiner Geschichte zu sein.

Dieser Blog ist für meine Familie, Freunde und ehemaligen Kollegen gedacht, die einen Einblick in mein Leben auf den Philippinen erhalten möchten. Ich werde über das Leben hier, meine Reiseberichte und interessante Fakten über Land und Leute schreiben. Ich hoffe, Ihr  genießt die Reise!

Zwischen Aufbruchstimmung und Inselrhythmus

Gilching, Geisenbrunn, Samstag, 27. Dezember 2025, 06:49 Uhr. Das leise Klicken der Wohnungstür hinter uns markiert das Ende der Vorbereitungen und den Beginn unseres philippinischen Abenteuers. Die eigentliche Vorgeschichte dieser Reise ist lang und komplex – sie verdient jedoch ein eigenes Kapitel.
Um 08:30 Uhr am Flughafen München drohte die erste Hürde:  Mein Koffer hatte zwölf Kilo Übergepäck und sorgten für einen Moment des Entsetzens. Doch dank der Kulanz und Geistesgegenwart des Personals von Cathay Pacific, die uns kurzerhand mit einer Versandbox aushalfen, konnten wir den Check-in doch noch erfolgreich abschließen. Vielen Dank nochmals an das Team.


Parallel zum Reiseverlauf hielt mich  seit einigen Tagen die "Bürokratie" des Fahrzeugkaufs mit dem Autohaus in Manila in Atem. Mein ehrgeiziger Plan: Bezahlen, einsteigen und sofort losfahren. Die digitale Infrastruktur forderte jedoch Geduld. Während klassische Überweisungen mehrere Tagen dauern, via Wise (ehemals TransferWise) jedoch nur ein bis zwei Werktage beanspruchen, wäre ein geplanter Aufenthalt von mehreren Tagen notwendig. Ich entdeckte eine Lücke im System: Beträge bis zu 50.000 Pesos landen in Sekundenschnelle auf dem Zielkonto. Ein Experiment für den nächsten Tag, das auch gelang. 
Tatsächlich hielten wir am Montagmorgen die Schlüssel in den Händen: Ich bin nun stolzer Besitzer eines Toyota Hilux Pickups. Ein robuster Begleiter, der sich bereits auf den ersten Kilometern auf der Fahrt nach Bayombong bewährte.


Manila, Dienstag, 30.12.2029, 04:00 Uhr morgens: Wir verließen Manila noch in der Dunkelheit, um der von dem Fahrzeughändler prophezeiten Reisewelle der Feiertage zu entkommen. Doch selbst um fünf Uhr morgens war der Highway bereits in ein Lichtermeer aus Fahrzeugen getaucht – die Filipinos zieht es zu Weihnachten unaufhaltsam in ihre Heimatprovinzen. Da die Taifune der letzten Wochen die Stammstrecke hinter Tarlac unpassierbar gemacht hatten, mussten wir auf eine Alternativroute über Cabanuatan ausweichen. Die Fahrt war eine kräftezehrende Berg- und Talfahrt,  doch die visuelle Belohnung war unvergleichlich: Als die Sonne den Morgennebel durchbrach, sahen wir schemenhaft die Bauern mit ihren Wasserbüffeln bei der Reisernte. Ein Anblick von zeitloser Schönheit, der jede Anstrengung vergessen ließ.

 

Der Toyota Hilux 

Die Seele der Philippinen: Karaoke.
Man kann das Land nicht verstehen, ohne seine Liebe zur Musik zu begreifen. Bereits beim ersten Besuch der Verwandtschaft meiner Frau dauerte es keine fünf Minuten, bis ihr Cousin das Karaoke-Gerät aktivierte. Plötzlich füllte sich das Zimmer mit Familienmitgliedern, und gemeinsam sangen wir uns durch das Repertoire. Es war ein bewegender Beweis dafür, dass Musik jede kulturelle Grenze mühelos überwindet. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Leidenschaft auch an Silvester: Schon am frühen Morgen werden die Lautsprecher auf die Terrassen und Balkone gerollt. Ein fröhlicher Wettstreit der Stimmen beginnt, der die gesamte Region  in eine kollektive Feierlaune versetzt.

 

Beim Karaokesingen mit Familie  in Villaverde

Bayombong, Mittwoch, 07.01.2026:  Über die philippinische Bürokratie kann man viel schreiben, aber meine bisherigen Erfahrungen waren ausschließlich positiv. Zum Beispiel dauerte die Umschreibung meines deutschen Führerscheins auf einen philippinischen nur zwei Stunden.  Nach einem medizinischem Check und das Go vom Arzt wurde der deutsche Führerschein 1-1 übernommen. Das benötigte Lichtbild wurde direkt im LTO (Land Transport Office) erstellt.

Auch die Registrierung beim Bureau of Immigration, welche kurz nach der Ankunft zwingend  von mir durchzuführen war,  dauerte inklusive Dokumentenprüfung und Passbildaufnahme  zwei Stunden. 

Manila

Entgegen der ursprünglichen Auskunft des Konsulats erhielt ich die Mitteilung, dass meine ID-Card nicht erst im Oktober, sondern bereits in diesem Monat ausgestellt wird. Am 19. Januar 2026 war es schließlich soweit: Ich konnte (musste)  meine ID-Card Bureau of Immigration in Manila persönlich abholen. Für die Fahrt nach Manila haben wir einen Fahrer beauftragt, der uns mit dem Hilux sicher durch die Großstadt fuhr. Auf dem Weg dorthin nahm unser Fahrer einen Umweg, sodass wir entlang des Hafens in Richtung Intramuros fuhren. Intramuros ist die von den Spaniern errichtete historische Festungsanlage und gilt als das Herz der kolonialen Vergangenheit Manilas. Wir haben kurz gestoppt und waren einige Minuten im "alten spanischen Manila", abseits vom Straßenlärm und Großstadthektik.

Der Abholvorgang meiner ID-Card beanspruchte lediglich zehn Minuten. Dabei wurde mir ein Merkblatt ausgehändigt, dessen Anweisungen strikt zu befolgen sind. Unter anderem bin ich verpflichtet, mich jährlich innerhalb der ersten 60 Tage online zu registrieren (Declaration gemäß Alien Registration Act). Zudem besteht eine Meldepflicht bei Adressänderungen.  Und falls mich das Fernweh packt, etwa Richtung Deutschland,  darf ich nicht einfach mal abhausen, Ich muss mir meine Ausreise vorab durch ein ‚Re-entry Permit‘ oder ‚Special Return Certificate‘ offiziell absegnen lassen. 

Festungstor Intramuros

 

Die Slums am Hafen in Manila

Unmittelbar am Hafen erstrecken sich jedoch auch dicht gedrängte Armensiedlungen und Slums, oftmals auf oder neben Müllhalden gelegen. Dort leben Menschen in provisorischen Hütten direkt am Wasser, ihr Überleben sichern sie durch das Sammeln und den Verkauf von recycelbarem Abfall. Die dort herschende Armut hinterließ  bei mir einen tiefen verstörenden Eindruck.  Die Lebensbedingungen sind katastrophal: extreme Armut, eine hohe Bevölkerungsdichte und Kinderarbeit prägen den Alltag. Hinzu kommen gravierende gesundheitliche Probleme, verursacht durch die allgegenwärtige Umweltverschmutzung.

 

 

 

 

Das philippinische Tricycle: Drei Räder für ein Halleluja

Vergesst den Mercedes oder BMW – das wahre Statussymbol und Rückgrat der philippinischen Mobilität ist das Tricycle. Dieser ikonische Hybrid aus Motorrad und Beiwagen ist weit mehr als nur ein Transportmittel; er ist ein bunt dekoriertes Lebensgefühl auf drei Rädern. Ob in den quirligen Gassen von Solano oder auf den staubigen Wegen rund um Bayombong bzw. in den Städten, die ich erlebt hatte, wimmelt es nur von Tricycles... Das Tricycle ist das Schweizer Taschenmesser des Verkehrs – unverzichtbar, erschwinglich und erstaunlich belastbar.

Für tausende Filipinos ist der Beiwagen zudem das mobile Büro und die primäre Einkommensquelle. Wer hier lebt, lernt schnell: Der Filipino an sich betrachtet „Spazierengehen“ eher als exotisches Hobby für Leute mit zu viel Zeit. Warum auch zu Fuß gehen, wenn ein kurzes Handzeichen genügt? Kaum hebt man den Arm, materialisiert sich wie von Zauberhand ein Fahrer, der einen für einige Pesos  ans Ziel chauffiert.

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, täglich die Geheimnisse von Bayombong zu erkunden. Dabei werde ich regelmäßig von eifrigen Fahrern „gejagt“, die mein bloßes Stehen am Straßenrand als stillen Hilferuf interpretieren. Mit Preisen zwischen 30 und 80 Pesos (ca. 0,50 bis 1,10 Euro) ist diese private Limousinen-Fahrt des kleinen Mannes unschlagbar günstig.

Mein Tipp: Wer die Philippinen wirklich spüren (und manchmal auch ordentlich durchgeschüttelt werden) will, muss einsteigen. Einsteigen, festhalten und das bunte Chaos genießen!

 


Straße in Bayombong

Hauskauf auf den Philippinen: Unser Weg zum Traumhaus in Nueva Ecija

Bereits im letzten Quartal haben wir von Deutschland aus die Weichen für unser Vorhaben gestellt. Um eine fundierte Vorauswahl an Grundstücken und Häusern zu treffen, kontaktierten wir vorab verschiedene Makler. Dabei machten wir eine interessante Entdeckung: Während etablierte Plattformen wie Lamudi oder Dot Property zwar existieren, bietet Facebook auf den Philippinen eine weitaus größere Auswahl und ist das zentrale Werkzeug für die Immobiliensuche.

Was uns besonders auffiel: Der Markt wird oft von sogenannten „Gelegenheitsmaklern“ geprägt. Diese Vermittler wirkten auf uns sehr authentisch und sympathisch – fernab von aufgesetzter Professionalität, einfach menschlich und direkt.

Die Besichtigungstour: Von Architektur und lokalen Vorlieben

In der Woche vom 12. bis 16. Januar 2026 besichtigten wir mehrere interessante Objekte in den Regionen Pangasinan, Pampanga und Nueva Ecija. Dabei lernten wir viel über die lokale Bauweise. Die philippinische Architektur hat ihren ganz eigenen Charme, folgt aber auch funktionalen Notwendigkeiten:

  • Dächer & Decken: Die Dächer sind meist sehr steil geneigt, um die massiven tropischen Regenfälle schnell und effektiv abzuleiten. Im Inneren treffen diese funktionalen Strukturen oft auf eine sehr verspielte Ästhetik. Viele Häuser verfügen über reich verzierte Decken, die mit farbenfrohen, illuminierten Leuchtkörpern ausgestattet sind. Ein Stil, der sicherlich Geschmackssache ist und nicht unbedingt unseren persönlichen Vorlieben entsprach.
  • Grundstücksgestaltung: Ein weiterer Trend ist die großflächige Zementierung der Grundstücke, was leider wenig Raum für Grünflächen lässt. Da uns ein Garten jedoch wichtig war, konnten wir diesen Punkt bereits in der Vorabauswahl filtern, sodass wir schließlich sechs Häuser mit ausreichendem Gartenanteil in die engere Wahl nahmen.

Die Entscheidung: Unser neues Zuhause in Nueva Ecija

Das letzte Objekt unserer Reise war schließlich der Volltreffer. In der Nähe von Cabanatuan fanden wir genau das, wonach wir gesucht hatten. Noch am selben Abend informierten wir den Eigentümer und den Makler über unsere Kaufabsicht zu den besprochenen Konditionen.

Alles Weitere ging erfreulich schnell: Bereits zwei Tage später leisteten wir die Anzahlung und unterzeichneten den Vorvertrag. Die aktuelle Eigentümerin wird uns das Haus zum 1. Mai 2026 übergeben, wobei wir den Großteil der Möbel direkt übernehmen.

Die nächsten Schritte

Der formale Prozess ist nun in vollem Gange. Für März haben wir bereits Termine mit einem Anwalt und einem Notar vereinbart, um die rechtssichere Übertragung des Title (Grundbucheintrag und Besitzurkunde) zu regeln.

In den kommenden Wochen werde ich hier noch einmal detaillierter berichten und euch mit Fotos einen tieferen Einblick in unser neues Heim geben. Bleibt dran!

Anbei einige Häuser, die wir besichtigt hatten.  Weitere Infos in Facebook

Auf nach Cabanatuan; willkommen in Nueva Ecija

Endlich angekommen: Unser neues Abenteuer in der „Tricycle-Hauptstadt“!
Am Wochenende hieß es für uns: Koffer packen und ab nach Cabanatuan! Hier haben wir für die nächsten drei Monate ein gemütliches kleines Haus gemietet, um erst einmal in Ruhe anzukommen. Aber keine Sorge, das Packen geht bald in die nächste Runde: Wie ich euch schon erzählt habe, ziehen wir zum 1. Mai fest in unser neues Heim um – nur knapp 20 Kilometer von hier entfernt. Mit unserem aktuellen Haus haben wir aber schon jetzt einen absoluten Glückstreffer gelandet. Es liegt in einer dieser typischen „Subdivisions“: ein geschlossenes Wohnviertel mit Sicherheitsdienst und – das Beste bei den Temperaturen – einem eigenen Pool! :-)
 
Erster Eindruck: Laut, bunt und voller Energie
Cabanatuan City wird oft als das „Gateway to the North“ in Nueva Ecija bezeichnet, und wir haben sofort gemerkt, warum. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie. Schon bei der Fahrt in die Start war uns klar: Hier geht es etwas gemütlicher zu – zumindest, was das Tempo angeht. Mit 10 bis 20 km/h rollten wir durch das Stadtzentrum, aber genau das gibt einem Zeit, alles aufzusaugen. 
Was man hier zuerst hört? Motoren (meist noch Zweitakter)! Überall knattert es. Mit über 30.000 registrierten Gefährten ist Cabanatuan offiziell die „Tricycle Capital of the Philippines“. Ein Dreirad herbeizuwinken gehört hier einfach dazu und ist der beste Weg, um sich wie ein Local zu fühlen. Bei 300.000 Einwohnern könnte man meinen, es wäre ruhiger, aber da die Tricycles hier die Haupteinnahmequelle für viele Familien und das „Taxi für alles“ sind, ist auf den Straßen immer was los.
 
Geschichte zum Anfassen
Cabanatuan ist aber viel mehr als nur Motorenlärm. Ich habe gelesen, dass die Stadt unter Emilio Aguinaldo einst die Hauptstadt der ersten Philippinischen Republik war.  In den nächsten Tagen wollen wir uns ein paar der geschichtsträchtigen Orte ansehen:
  • Cabanatuan Cathedral & Plaza Lucero: Ein geschichtsträchtiger (und tragischer) Ort. Hier wurde 1899 General Antonio Luna von den eigenen Leuten ermordet. Er galt als der disziplinierteste Anführer im  philippinisch-amerikanischen Krieg (1899-1902) – sein Tod war damals ein herber Rückschlag für die Unabhängigkeit der Philippinen.
  • Cabanatuan American Memorial: Ein Muss für Geschichtsfans! Hier wird an den „Raid at Cabanatuan“ von 1945 erinnert, bei dem US-Ranger in einer spektakulären Aktion über 500 Kriegsgefangene befreiten.
  • Natur pur: Wenn uns der Trubel zu viel wird, geht es in den Freedom Park oder zum Minalungao National Park. Ich habe gehört, die Kalksteinfelsen dort sollen spektakulär sein – Fotos folgen natürlich!
Bleibt dran, ich halte euch über auf dem Laufenden!

 

Unser kleines Haus in Cabanatuan

Ein Servicetag mit Hindernissen und Abenteuern

 

03. Februar – Eigentlich stand heute nur Routine auf dem Programm. Frühmorgens gaben wir unseren Hilux beim Toyota-Händler in Santa Rosa ab, um den fälligen Service durchführen zu lassen. Die Vereinbarung war simpel: Abgabe am Morgen, Abholung am Abend.
Doch die Logistik auf den Philippinen hat ihre eigenen Gesetze. Außerhalb des Großraums Manila ist es fast unmöglich, ein herkömmliches Taxi oder gar ein Grab zu ergattern. Die Vorstellung, die über 22 Kilometer bis nach Hause in einem Tricycle – dem typischen philippinischen Beiwagen-Motorrad – zurückzulegen, war mir dann doch etwas zu viel des Guten. Kurzerhand disponierten wir um: Wir beschlossen, den Tag in den Malls von Cabanatuan zu verbringen und die lokalen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
 
Kulturgut auf Rädern: Das Jeepney-Erlebnis
Direkt vor dem Autohaus bot sich uns die perfekte Gelegenheit: Ein Jeepney hielt an. Diese Fahrzeuge sind das Rückgrat des philippinischen Nahverkehrs. Ursprünglich aus alten US-Militärjeeps des Zweiten Weltkriegs entstanden, wurden sie verlängert, mit Dächern versehen und oft knallbunt mit Mosaiken und Verzierungen dekoriert.
 
Das Prinzip ist faszinierend:
  • Platzwunder: In einem Jeepney finden 12 bis 20 Fahrgäste Platz.
  • Hop-on, Hop-off: Dank der offenen Rückseite kann man jederzeit schnell ein- und aussteigen – und das Jeepney hält praktisch überall auf Zuruf.
  • Das Bezahlsystem: Man reicht sein Fahrgeld (meist kleine Scheine) einfach über die Sitzreihen nach vorne zum Fahrer. Genauso wandert das Wechselgeld wieder zurück. Ein beeindruckendes Beispiel für blindes Vertrauen und Gemeinschaftssinn!
 
Zwischen Moderne und Geschichte
Nach einer ausgiebigen Mall-Tour zog es uns zum Freedom Park. Dort konnten wir Gruppen junger Filipinos beobachten, die intensiv für eine Tanzveranstaltung probten – ein lebendiger Einblick in die lokale Jugendkultur.
Unser Weg führte uns weiter zum geschichtsträchtigen Plaza Lucero. Hier steht das imposante Denkmal von General Antonio Luna, einem Nationalhelden, der genau an diesem Ort im Jahr 1899 ums Leben kam. Direkt daneben beeindruckt die St. Nicholas of Tolentine Cathedral mit ihrer prächtigen Architektur.
Am Ende des Tages ging es dann – wie könnte es anders sein – mit dem Tricycle zurück zum Händler. Ein langer, aber wunderbar authentischer Tag in Nueva Ecija neigt sich dem Ende zu. 😊

 

Der Jeepney

Die Gäste 

Bilder aus Cabanatuan

Am Abend wieder zu Hause

Bis bald !

Warum der „Palengke“ in Cabanatuan mein wöchentliches Highlight ist

10. Februar: Zweimal pro Woche zieht es mich an einen Ort, der das pulsierende Herz der philippinischen Lebensart verkörpert: den Wet Market – oder wie die Filipinos sagen: den Palengke. In Cabanatuan ist dieser Markt weit mehr als nur eine Einkaufsstätte; er ist ein Erlebnis und mein ganz persönliches Highlight. 😊

Was ist eigentlich ein Wet Market?

Jede Gemeinde auf den Philippinen besitzt mindestens einen dieser lebhaften Märkte. Im Gegensatz zu  großen Einkaufsmärkte, wie PureGold, Savemore oder Walter Mart, findet man hier die pure Unverfälschtheit. Das Sortiment reicht von fangfrischem Fisch und Fleisch bis hin zu exotischem Obst und Gemüse, das oft direkt von den Feldern der Region stammt. Wer es ganz frisch mag, kann hier sogar lebendes Geflügel oder Fische erwerben – ein deutlicher Kontrast zur abgepackten Supermarktware.

Warum ich den Palengke den großen Supermärkten vorziehe?

Während die Obst- und Gemüseabteilungen der Malls oft eine begrenzte Auswahl zu höheren Preisen bieten, punktet der Wet Market mit Frische, Vielfalt und fairen Preisen.

Hier sind meine drei Tipps für den Besuch:

  1. Früh einkaufen: Hygiene und Frische sind auf einem offenen Markt essenziell. Wer morgens kommt, genießt nicht nur die kühlere Luft, sondern auch die beste Auswahl, bevor die tropische Hitze des Tages einsetzt.
  2. Handeln auf dem Markt: Feilschen ist zwar üblich, aber man merkt schnell: Die Händler – oft Kleinbauern oder lokale Einzelhändler – sind gut vernetzt. Die Preise für z.B. ein Kilo Mangos oder Papayas sind meist erstaunlich konsistent. Es ist weniger ein aggressiver Basar als vielmehr ein respektvolles Miteinander.
  3. Für den Hunger zwischendurch: Zwischen den Ständen finden sich oft winzige Garküchen (Carinderias), die für wenige Pesos herzhafte, authentische Gerichte zaubern. Ein Muss für jeden, der die echte philippinische Küche liebt.

Der Palengke in Cabanatuan hat einen rauen, ehrlichen Charme. Der Rundgang durch das bunte Treiben ist jedes Mal eine Lektion in lokaler Kultur und  für mich eine willkommene Abwechslung zum Großmarkt-Einkauf.

Anbei habe ich euch einige Impressionen von meinem heutigen Beutezug durch den Palengke von Cabanatuan zusammengestellt 😊

 

Der Markt

Fleisch und Fisch 

Die Ausbeute 

Bis bald !

Überaschung für Darryl 

22. Februar:

Letzte Woche hat unser Darryl in Manila das Unmögliche wahrgemacht: Er hat seinen Abschluss als Architekt nicht nur geschafft, sondern mit Bravour bestanden.

Eigentlich wollte Darryl am Wochenende „nur mal kurz“ seine Eltern besuchen und im kleinen Kreis anstoßen. Doch wer die philippinische Verwandtschaft kennt, weiß: „Kleiner Kreis“ existiert in deren Vokabular nicht. 😊

Wir haben alle zusammengelegt mit dem Ziel: Genug Essen und Trinken für eine Armee (oder wie wir es nennen: 60 bis 100 Verwandte aus der Nachbarschaft).
Die Eltern, Emerson und Sally, kochten fast 24 Stundend lang.  15 bis 20 verschiedene Gerichte standen auf dem Plan.

Tränen, Reden und ein „Counselor“ 🎤

Die Stimmung wurde zutiefst emotional, als Darryl in seiner Rede seinen Eltern dankte. Er war so sichtlich bewegt, dass er immer wieder pausieren musste, um sich die Tränen abzuwischen.

Sogar der Local Counselor (offizieller Bezirksvertreter) schaute vorbei, um Darryl zu würdigen. Er wünschte ihm alles Gute für den weiteren Weg – wahrscheinlich in der Hoffnung, dass Darryl später mal die stabilsten Brücken des Barangay baut!

Gebete, Gin und glorreiche Momente 🍻

Nach einem gemeinsamen Gebet wurde das Buffet eröffnet. Es war ein Festmahl…Doch der wahre „emotionale Höhepunkt“ kam erst später: Als das Red Horse Bier und der lokale Gin (Ginebra San Miguel) ihre volle Wirkung entfalteten, wurden so viele Tränen vergossen.

Es war ein unvergesslicher Tag voller Liebe und Stolz.

Darryl, wir sind stolz auf dich! 😊

 

Plakat zu Graduierung und die Tafel 

Darryl (in schwarz) wird vom Counselor  gerufen

Beim Gebet

Auch die Kids hatten Ihren Spaß 😊

So cute!

Bis bald !

Kommentare

Nicole
Vor 25 Tage

Lieber Dietmar, es ist so schön, dass du deine früheren Weggefährten, inkl. mir, an diesem neuen und für dich so wichtigen neuen Lebensabschnitt teilhaben lässt. Genieße JEDEN Augenblick! Bin gespannt auf alles, was noch kommt. VLG und alles Gute aus München, Nicole

Miriam Dietz
Vor einem Monat

Lieber Dietmar, du siehst soooo glücklich aus. Ich wünsche Euch alles Glück der Welt. Du hast es mehr als verdient.
Ich freu mich auf deine weiteren Berichte.
Herzliche Grüße
Miri

Helene
Vor einem Monat

Ich pflichte Christian bei, wunderbar geschrieben! Gruß und bin gespannt auf die kommenden Beiträge. Helene

Dietmar Vogel
Vor einem Monat

Danke; lasst Dich überraschen :-)

Christian
Vor einem Monat

Die bekannten Reiseführer wie Marco Polo etc. können dich unter Vertrag nehmen. Die Berichte sind so geschrieben, dass man mit dir mitfühlt, was du erlebt hast.
Ich warte gespannt auf die Fortsetzung deiner nie endenden Reise.

Dietmar Vogel
Vor einem Monat

Hallo Christian, vielen Dank; es sind einige Themen , die ich in den nächsten Wochen beschreiben möchte; bleib dran!

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